• © Bundespreis Ecodesign. Urheber/in: IDZ Berlin

    „Mach Moor – Design mit Paludikultur“: Ausstellung zum Moorschutz in Berlin

Das Jahr beginnt mit einem starken Impuls für Klima- und Nachhaltigkeitsforschung: Vom 13. bis 15. Januar 2026 lädt die Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen der Internationalen Grünen Woche zur Ausstellung „Mach Moor – Design mit Paludikultur“ ein. Im Mittelpunkt steht eine drängende Frage der Klimaforschung: Wie können Moore geschützt, wiedervernässt und zugleich nachhaltig genutzt werden? 

Moore gehören zu den effektivsten natürlichen Kohlenstoffspeichern der Erde. Obwohl sie nur rund drei Prozent der globalen Landfläche bedecken, speichern sie doppelt so viel CO₂ wie alle Wälder weltweit zusammen. Werden Moore jedoch entwässert, kehrt sich dieser Effekt um – sie werden selbst zu bedeutenden Emittenten von Treibhausgasen. Die Wiedervernässung degradierter Moorflächen gilt daher als zentraler Hebel für den Klimaschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt. 

Die Ausstellung in der Schumannstraße 8, gegenüber vom Deutschen Theater, zeigt, wie Wissenschaft, Design und Praxis gemeinsam innovative Lösungsansätze entwickeln. Präsentiert werden ausgewählte Exponate des Bundespreises Ecodesign, der vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Internationalen Design Zentrum Berlin (IDZ) vergeben wird. Als höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design würdigt er Projekte, die Materialinnovation, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Nutzung zusammendenken. 

„Mach Moor“ ist das Ergebnis einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Akteur*innen aus Wissenschaft, Design und Landschaftspflege – darunter das Internationale Design Zentrum Berlin, die HTW Berlin, die Heinrich-Böll-Stiftung, der Deutsche Verband für Landschaftspflege Brandenburg sowie das Designbüro weissbunt design und kontext. Ergänzt wird die Ausstellung durch Arbeiten aus den Studiengängen System Design und Industrial Design der HTW Berlin. Die Studierenden zeigen praxisnahe Konzepte für eine zukunftsfähige Nutzung von Moorlandschaften, darunter Projekte wie re:wet – peat:lab von Milan Bergheim, Tiny Moor Lab von Pablo Giemulla oder beyond the use von Lisa-Marie Halwax & Emil Löber. 

Eröffnet wird die Ausstellung am 13. Januar um 16 Uhr mit einem Rundgang im Rahmen des Aktionstags Moor. An diesem Tag bietet die Heinrich-Böll-Stiftung zudem ein Begleitprogramm mit Workshops, Vorträgen, einer Podiumsdiskussion und einer Filmvorführung. Damit wird die Ausstellung auch zu einem Ort des Austauschs zwischen Forschung, Gestaltung und Öffentlichkeit. 

Für die Brain City Berlin ist „Mach Moor“ besonders wertvoll, weil die Ausstellung zeigt, wie Berliner Wissenschaft und Hochschulen konkrete Lösungen für globale Herausforderungen entwickeln – von Klimaschutz über Biodiversität bis hin zu nachhaltiger Landnutzung. Die Ausstellung macht sichtbar, wie interdisziplinäre Forschung in Berlin wirkt und neue Perspektiven für eine klimafreundliche Zukunft eröffnet. 

Ausstellung „Mach Moor – Design mit Paludikultur“ 
13.–15. Januar 2026 
Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung 
Schumannstraße 8, 10117 Berlin 
Eintritt frei 

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