• 50 Jahre – 50 Geschichten

Die Berliner Fachhochschulen – vier staatliche und zwei konfessionelle – feiern Geburtstag. Anlässlich des gemeinsamen Jubiläums geben sie mit der Kampagne „50 Jahre – 50 Köpfe“ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die dort studieren, arbeiten, lehren und forschen, ein Gesicht. Zugleich zeigt die Kampagne auf, was Fachhochschulen so attraktiv macht.

Dr. Dr. Hürrem Tezcan-Güntekin ist Professorin für Public Health an der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin), Dr. Melita Grieshop arbeitet als Professorin für Hebammenwissenschaft an der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) und Professor Mohammad Abuosba hat sich am Studiengang Ingenieurinformatik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) u.a. auf die Bereiche Modellierung, Datenbanksysteme, Software Engineering und Projektmanagement spezialisiert. Dr. Antje G. I. Tölle wiederum ist als Professorin für Zivilrecht für die Öffentliche Verwaltung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) eine der jüngsten Juraprofessorinnen Deutschlands. Und Brain City Botschafterin Susanne Plaumann engagagiert sich an der Beuth Hochschule für Technik Berlin als zentrale Frauenbeauftragte im Frauen- und Gleichstellungsbüro, während Dr. Marion Bonillo als Koordinatorin des International Officean der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) tätig ist.

Die Vielfalt der Kompetenzen dieser sechs Expertinnen und Experten ist nicht nur charakteristisch für die Brain City Berlin, sondern bestätigt auch die hohe Qualität von Lehre und Forschung an den vier staatlichen und zwei konfessionellen Berliner Fachhochschulen, die in diesem Jahr gemeinsam ihren 50. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlass haben sich ASH Berlin, Beuth Hochschule, HTW Berlin, HWR Berlin, EHB und KSHB jetzt zusammengetan. „50 Jahre – 50 Köpfe“ heißt die Jubiläums-Kampagne, die das geballte Expertenwissen und die Diversität der sechs Berliner Fachhochschulen auf braincity.berlin sichtbar macht, in dem sie interessante Persönlichkeiten, die dort studieren, arbeiten, lehren und forschen, in kurzen Interviews vorstellt.

Anwendungsbezogen, interdisziplinär und breit aufgestellt

Mit mehr als 320 Studiengängen, knapp 50.000 Studierenden, rund 930 Professorinnen und Professoren und 3.000 Lehrbeauftragten leisten die staatlichen und konfessionellen Fachhochschulen in Berlin einen großen Beitrag vor allem zur anwendungsbezogenen Lehre und Forschung. Die Palette der Disziplinen reicht von Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften über Informatik, Architektur und Bauwesen, Umwelt und Mode bis hin zu Gesundheitswissenschaften und Sozial- und Bildungswesen oder Verwaltungswissenschaft und Sicherheitsmanagement. 

Durch enge Kontakte zu Unternehmen, Behörden und Verbänden stärken die Fachhochschulen den Wirtschaftsstandort Berlin und die Hauptstadtregion. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen sind ideale Kooperationspartner. „Die Erfolgsgeschichte des Innovationsstandorts Berlin ist auch die Erfolgsgeschichte der Berliner Fachhochschulen“, bestätigt auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller. „Mit ihren Studienangeboten, ihrer Forschung und der engen Zusammenarbeit mit Wirtschaft und Gesellschaft leisten sie seit 50 Jahren einen entscheidenden Beitrag, damit sich Berlin und die Region gut entwickeln.“

Studierende profitieren vor allem von der Arbeit in Kleingruppen, praxisnahen Studieninhalten und interdisziplinären Ansätzen. Professorinnen und Professoren sowie Lehrbeauftragte sind meist Fach- und Führungskräfte aus der Praxis und verfügen über Doppelqualifikationen und persönliche Kontakte zu Unternehmen. Zunehmend setzt sich für Fachhochschulen daher inzwischen auch der Begriff „Hochschule für angewandte Wissenschaften“ (HAW) durch – mit Fokus auf praxisnahen und dualen Studiengängen. 

Melanie Mai Phuong Winkler, Absolventin des dualen Studiengangs Bachelor of Nursing an der EHB, arbeitet heute als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Robert Koch-Institut (RKI). Ihre Zeit an der Fachhochschule hat sie aus verschiedenen Gründen in guter Erinnerung: „Die EHB ist überschaubar, was sich sehr positiv auf die (Lern)- Atmosphäre auswirkt. Das Verhältnis zu den Dozentinnen und Dozenten ist persönlicher als in den großen Unis, sie waren für mich immer ansprechbar. Auch die Praxistrainings in kleinen Gruppen im Skills-Lab waren sehr effektiv.“ Darüber hinaus habe die EHB viele Kooperationspartner im In- und Ausland. „Dieses Angebot konnte ich für spannende Einsätze nutzen.“ 

Melanie Mai Phuong Winklers Erfahrungen bestätigen, was auch andere Absolventinnen und Absolventen der Berliner Fachhochschulen als besonders positiv an ihrer Ausbildung hervorheben: Dank des besonderen Anwendungsbezugs und der engen Vernetzung der Hochschulen auch mit internationalen Partnern haben sie gute Karrierechancen. Nicht von ungefähr wird das deutsche Modell der HAWs/FHs zur Vermittlung von berufsrelevanten Fähigkeiten inzwischen auch im Ausland adaptiert. (vdo)

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