• Budakov, Brain City Berlin, CreatInnes

    „Mit Stolz präsentiert: die Brain City Berlin 2020“

Ein Gastbeitrag von Brain City-Botschafter Dr. Petyo Budakov, University of Europe for Applied Sciences.

Seit mehr als einem Jahr bin ich Brain City-Botschafter. Und ich freue ich mich sehr, meine Erfahrungen mit anderen zu teilen und meine wunderbare Stadt Berlin präsentieren zu können. Diese innovative Stadt ist ein führender Forschungsstandort: divers, interdisziplinär und kosmopolitisch. Seinen einzigartigen Charme hat Berlin während des Ausbruchs der COVID-19-Pandemie nicht verloren. 2020 leitete ich zwei Online-Events als Hauptredner oder Moderator. Dabei wurden mir viele Fragen zu Forschungschancen in Berlin gestellt. Im Laufe der regen Diskussionen erhielt ich ausgesprochen gutes Feedback, von dem ich im Folgenden berichten möchte.

Creative Inspiration: Boosting Creative Entrepreneurship & Digital Learning (Multiplikatoren-Event in Sofia, online präsentiert von Budakov Films und unterstützt von der Neuen Bulgarischen Universität)

Das von Erasmus+ co-finanzierte Projekt „CreatINNES“ (2018-1-DE02-KA202-005232) zielt darauf ab, qualitativ hochwertige Blended-Learning-Programme zu entwickeln und einen  Blended-Learning-Campus aufzubauen. Die Zielgruppe umfasst Studierende, Freiberufler*innen, Unternehmer*innen, regionale Multiplikator*innen und Stakeholder*innen, die beispielsweise in der Kultur- und Kreativbranche (CCI) tätig sind. Das Projekt deckt ein breites Spektrum unterschiedlicher Bereiche ab – von der Architektur über die Musik bis hin zur Werbung. 

Einer unserer ersten Schritte war es, relevante Informationen zu sammeln und die Bedürfnisse von CCI-Freiberufler*innen, Start-ups und innovativen Unternehmer*innen in den Partnerländern Deutschland, Bulgarien, Frankreich, Ungarn und Nordmazedonien zu analysieren. Wir stellten fest,  dass Berlin, als echtes Zentrum der Kreativwirtschaft, bemerkenswerte kreative, soziale und unternehmerische Leistungen hervorbringt. 

  • Die Berliner tendieren dazu, Plattformen für den kulturellen und kreativen Austausch zu bauen, Netzwerke für die digitale und kreative Wirtschaft zu initiieren, innovative Projekte für Wirtschaft und Gesellschaft umzusetzen und dabei progressiv und unternehmerisch zu denken. 
  • Die Berliner zeigten sich interessiert an Blended-Learning-Kurse. Diesekommen ihrer Vorliebe für selbstständiges Lernen und persönlichen Treffen mit Gleichgesinnten entgegen. 

Dank moderner Kommunikationsmittel gelang es mir, Teilnehmer*innen aus Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Bulgarien, Ungarn, Nordmazedonien und Italien zu erreichen. Das Publikum außerhalb Deutschlands stellte viele Fragen, etwa: „Wie kann ich in Berlin eine passende Einrichtung für meine Forschungen finden?“, „Kann ich dort auch in englischer Sprache studieren?“, „Müssen Studierende  aus dem Auslandzwingend TOEFL oder IELTS vorweisen, um sich in einen vollständig auf Englisch abgehaltenen Studiengang einzuschreiben?“, „Was sind ‚Fachhochschulen‘ und wie unterscheiden sie sich von einer Universität?“, „Wo kann ich mich neben den Universitäten um ein Stipendium bewerben, wenn ich in Berlin studieren möchte?“, „Wie kann ich mein kreatives Start-up in Berlin schnell und ohne die übliche Bürokratie auf den Weg bringen?“ oder „Wie kann ich eine fruchtbare Zusammenarbeit mit Kreativ-Clustern und -Netzwerken in Berlin aufbauen?“

Der CreatINNES-Forschung zufolge stehen die Unternehmen der Berliner Kreativwirtschaft für rund 25 Prozent des Berliner Bruttoinlandsprodukts. Diese Tatsache interessierte die Teilnehmer*innen sehr, insbesondere vor dem Hintergrund der Aufnahme einer Geschäftstätigkeit oder einer freiberuflichen Arbeit in Berlin.

„European Conference on Future Education - Teach for Future“, organisiert von der North-East Regional Development Agency mithilfe des Europe Direct North-East Center und des North-East Regional Studies Center und in Partnerschaft mit dem European Digital

Bei dieser Veranstaltung durfte ich eine weitere fantastische europäische Initiative präsentieren: das von Erasmus+ mitfinanzierte Projekt „EU Digital Framework“ (2020-1-IT01KA202-008386), Finanzierungsplan 2020 – 2023. Zielsetzung des Projekts ist es, ein umfassenden und innovatives Rahmengerüst für Gebärdensprachen zu entwickeln, das mit dem semantischen Feld der Informations- und Kommunikationstechnologie verknüpft ist. Es geht darum, gehörlosen Arbeitnehmer*innen und gehörlosen Teilnehmer*innen von Berufsbildungsprogrammen den Zugang zu einem professionellen Umfeld zu erleichtern und ihre vollständige Integration und faire Behandlung zu fördern.

Auf der internationalen Konferenz schilderte ich meine Erfahrungen in dem attraktiven und fruchtbaren Geschäftsklima, das Berlin vor allem denjenigen bietet, die in der Stadt ein soziales  Start-up gründen oder soziale oder ehrenamtliche Initiativen ins Leben rufen möchten. Die Projektpartner zeigten sich begeistert davon, wie eng Freiwilligenorganisationen und soziale Unternehmen in Berlin eng mit der Stadt und dem Senat zusammenarbeiten. Berlin inspiriert, verbindet und ermöglicht soziales Unternehmertum. Als vorbildliche europäische Hauptstadt zeigt Berlin auf, wie ein Netzwerk sozialer Unternehmergemeinschaften auf lokaler Ebene tief verankert werden kann. Gleichzeitig bietet die Stadt starke globale Verbindungen und agiert als Multiplikator und Verstärker für kleine und mittlere Unternehmen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Teilnehmer*innen waren mehr als neugierig darauf, einen Blick hinter den Vorhang zu werfen und Europas spannendstes Forschungs- und Wirtschaftsökosystem intensiver zu erkunden. Allerdings hat die COVID-19-Pandemie auch in Berlin viele traditionelle Geschäftsmodelle radikal verändert oder gar vernichtet. Jetzt ist die Zeit dafür, bahnbrechende Innovationen voranzutreiben die wissenschaftlich untermauert und auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen exakt zugeschnitten sind. Einer der ersten Schritte besteht darin, das richtige Geschäfts- und Forschungsumfeld zu finden. Berlin wird innovative hochmotiviert, sozialverantwortliche und technisch versierte Denker*innen stets unterstützen, die danach dürsten, neue Ideen aufzusaugen und zu entwickeln!

Referenzen

  • „Analysis and definition of qualification needs in CCI area, Intellectual Output 1 CreatINNES Project - a European project funded by the ERASMUS+ programme in the period 2018 – 2021“, (April 2019), Zusammenfassende Analyse und Bearbeitung: Maria-Denitsa Georgieva, BIC INNOBRIDGE Angela Ivanova, INI-Novation GmbH. Am Dokument haben mitgewirkt: INNOBRIDGE (Bulgarien), INI-Novation GmbH (Deutschland), MEDF (Nordmazedonien), Budakov Films (Bulgarien), Alanam (Frankreich), Teleberry (Ungarn).
    Abgerufen von: https://a318f76f-d653-4b11-8b6a-fdc71b9ecd7c.filesusr.com/ugd/46e134_65bd0ea43faa460e890ad96371f4c66a.pdf

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