• Dr. Aderajew Waka, Charité – Universitätsmedizin Berlin / Deutsches Rheuma Forschungszentrum Berlin (DRFZ)

Brain City Berlin-Botschafter Dr. Aderajew Waka kam aus Äthiopien nach Berlin, um sich hier seinen Traum vom Forscherdasein zu erfüllen. Neben seiner Arbeit für die Charite – Universitätsmedizin Berlin und das Deutsche Rheuma Forschungszentrum Berlin engagiert er sich aktiv für den Wissenstransfer zwischen seiner neuen und seiner alten Heimat.

„Es war schon immer mein Traum, ein Forscher zu sein“, sagt Dr. Aderajew Waka. Der Äthiopier lebt bereits seit 1990 in Berlin. Nach Deutschland kam er, um sich seinen Traum zu erfüllen. „Ich war ein ausgezeichneter Schüler und am Ende meines äthiopischen Abiturs entschied ich mich für ein Auslandsstudium.“ Aderajew Waka bewarb sich für ein Stipendium in Deutschland – und erhielt es nach einem Jahr Wartezeit. In Berlin studierte der junge Stipendiat zunächst Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin (FU Berlin). Anschließend folgte ein Studium der Humanmedizin an der FU Berlin und der Charitè-Universitätsmedizin Berlin. 

Die Brain City gefiel dem jungen Wissenschaftler von Anfang an: „Berlin ist sowohl eine sehr dynamische Metropole als auch eine Universitätsstadt. Ich bin sehr glücklich darüber, in Berlin forschen zu können, denn die Wissenschaftslandschaft der Stadt bietet Forschenden ebenso wie Studierenden viele Möglichkeiten. Es gibt hier verschiedene Forschungszentren und -institute sowie vier große Universitäten“, so Aderajew Waka. Berlin sei außerdem ein historischer Ort, an dem berühmte Nobelpreisträger wie Albert Einstein, Robert Koch oder Max Planck geforscht und gearbeitet haben. „Deshalb bin ich sehr stolz darauf, Teil der exzellenten Berliner Forschungscommunity zu sein.“

Berlin ist sowohl eine sehr dynamische Metropole als auch eine Universitätsstadt. Ich bin sehr glücklich darüber, hier forschen zu können. Die Wissenschaftslandschaft Berlins bietet Forschenden ebenso wie Studierenden unendlich viele Möglichkeiten.

Seit 2000 arbeitet Aderajew Waka im Bereich Klinische Immunologie, Autoimmunologie und Rheumatologie am Charité-Universitätsklinikum, wo er auch promovierte. „Mein Forschungsgebiet ist Immunologie, Autoimmunerkrankungen, Rheumatologie und Infektionsmedizin. Wir gehören zur Charite-Universitätsmedizin Berlin und zum Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin (DRFZ). Unsere Forschungsgruppe arbeitet daran, Therapien für Patienten mit Lupus erythematodes (SLE) und anderen Autoimmunerkrankungen zu entwickeln.“ Nebenbei bildet sich Aderajew Waka laufend weiter, zum Beispiel im Bereich Tropenmedizin, Biomedizin, Infektionsmedizin, Globale Gesundheit, Reise- und Umweltgesundheit sowie Öffentliche Gesundheit, denn Stillstand ist nicht seine Sache. „Kürzlich erst schloss ich eine Weiterbildung zum ‚Drug Safety Officer and Clinical Trials Specialist’ im Bereich Arzneimittelüberwachung/Arzneimittelsicherheit und Klinische Forschung in Berlin erfolgreich ab.“

Besonders am Herzen liegt es Aderajew Waka, sein im Laufe der Jahre erlangtes Wissen weiterzugeben. Bereits seit seiner Ausbildung in Berlin engagierte er sich daher in seinem Heimatland Äthiopien als Dozent, Seminar- und Kursleiter sowie als Berater an verschiedenen Universitäten für den Wissenstransfer zwischen Entwicklungs- und Industrieländern. „In Äthiopien herrscht ein Mangel an qualifizierten Experten, denn die Abwanderung von Fachkräften ist dort ebenso wie in anderen afrikanischen Ländern sehr hoch. Es geht mir darum, über den Wissenstransfer ‚Brain Drain“ durch „Brain Gain“ zu ersetzen und in Äthiopien ebenso gute Forschungszentren wie in Deutschland aufzubauen.“ 

Viele seiner Studierenden, so Aderajew Waka, träumten davon, ein Stipendium für ein Studium in Deutschland zu erhalten. „Persönlich bin ich sehr dankbar dafür, dass ich in Berlin studieren durfte und dass ich heute als Brain City-Botschafter jungen Menschen aus dem Ausland den Weg zu einer wissenschaftlichen Karriere in Berlin ebnen kann. Die Hauptstadt bietet in den Bereichen Wissenschaft und Technologie einfach viele Möglichkeiten.“

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