Brain City Sommerfest – Visionen für die Wissenschaftsmetropole Berlin

12.09.2018 | Das erste Brain City Berlin Sommerfest stand als interaktives Netzwerkevent im Zeichen der Future Brain City. Unter einem wachsenden Ideenhimmel konnten sich die Botschafter der Brain City über die Zukunft Berlins austauschen.

So kamen am 23. August 2018 über 70 Gäste aus 30 verschiedenen Wissenschaftseinrichtungen am Touro College Berlin zusammen, um das wissenschaftliche Netzwerk der Hauptstadt zu unterstützen und zu stärken. An unterschiedlichen Werkstattstationen konnte man Wissenschaft hautnah erleben.

Institutionsübergreifendes Wissenschaftsevent am Touro College Berlin

 

Am 23. August 2018 wurde das Touro College Berlin zum Treffpunkt für die Botschafter der Brain City Berlin. Im westlichen Teil des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, umgeben von Bäumen und an der Havel gelegen, befindet sich das deutsch-amerikanische College, das Teil des jüdisch-amerikanischen Hochschulnetzwerks Touro ist. Über 70 Gäste wurden am Abend vom Berliner Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung Steffen Krach, der Rektorin des Touro College Berlin Sara Nachama sowie von Henning Ravn von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie begrüßt.

Die Bedeutung eines institutionenübergreifenden Wissenschaftsnetzwerks für die Brain City Berlin stand während des Sommerfests im Zentrum. Während Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich untereinander austauschen konnten, wuchs der Ideenhimmel, der die Visionen für die Future Brain City festhielt. Gleichsam konnten die Gäste Wissenschaft hautnah erleben. Drei Werkstattstationen gab es zu entdecken: Music Robots, das Smell Lab und das Mobilitätsprojekt Radbahn Berlin. Die interaktiven und interdisziplinären Experimente bereicherten die Gespräche über die Future Brain City.

Brain City Ideenwerkstatt – Visionen für die Zukunft der Wissenschaftsmetropole Berlin

 

Der Abend am Touro College Berlin brachte nicht nur die Wissenschaftler*innen aus Berlin näher zusammen, sondern auch konkrete Visionen für die Stadt der Zukunft aufs Papier.

 

  • Nachwuchsförderung: Wissenschaftler*innen müssen bereits früh Perspektiven für eine Karriere in der Wissenschaft erhalten. Die Ausbildung des Nachwuchses muss zentrale Aufgabe der Gesellschaft werden. Nur wenn junge Menschen ermutigt werden, Dinge kritisch zu hinterfragen, können auch in Zukunft herausfordernde Ziele als Gemeinschaft erreicht werden.

  • Interdisziplinarität: Keine Berührungsängste! Der Wunsch nach internationalen und interdisziplinären Wissenschaftskooperationen ist bei den Berliner Wissenschaftler*innen groß. Ebenso groß ist das Interesse an Zukunftsprojekten (z. B. zur Smart City), für die eine risikobereite Projektförderung und ein Zugang zu Fördergeldern nötig sind.
  • Mobilität und Umwelt: Ein wichtiges Thema – auch für Wissenschaftler*innen. Bessere Fahrradwege (z. B. die Vision der Radbahn Berlin), ein Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und die Vision einer autofreien Zone innerhalb des Stadtrings waren im Gespräch.
  • Digitalisierung: Offene Labore und offene Unis! Der Wunsch nach einer digitalen Verwaltung, nach gut erschlossenen und modernen Studiensammlungen sowie einer einfachen und effektiven Kommunikation zwischen Wissenschaftler*innen war allgegenwärtig.

Wissenschaftler, die sich mit Berlin verbunden fühlen, können jederzeit ein Teil der Brain City Kampagne werden. Als Botschafter geben sie der Berliner Wissenschaft ein Gesicht und können ihre Visionen für die Hauptstadt mit anderen Forschern und jungen Talenten teilen.