• 10 Tage Wissenschaft pur: Berlin Science Week 2019

Über 350 Spitzenforscher*innen aus aller Welt, mehr als 130 Veranstaltungen und ein neues Format: der „Berlin Science Campus“. Die Berlin Science Week, die vom 1. bis zum 10. November 2019 zum inzwischen vierten Mal in der Brain City Berlin stattfindet, wird größer und spannender als jemals zuvor. 

Da staunen Allosaurus, Branchiosaurus und auch der Flugsaurier Pterodactylus: Denn in ihrem Domizil, dem Museum für Naturkunde Berlin, werden sich am 6. und 7. November nicht die „alltäglichen“ Besucher*innen einfinden, sondern Wissenschaftler*innen und Wissenschaftsinteressierte aus aller Welt. Erstmals ist das Museum nämlich zentraler Festivalort der Berlin Science Week, die vom 1. bis zum 10. November 2019 die Brain City Berlin bereits zum vierten Mal zum Schauplatz der Wissenschaft macht.       

„Berlin Science Campus“ heißt das neue Format im Naturkundemuseum in der Invalidenstraße. An zwei Tagen finden dort mehr als 30 Veranstaltungen zu den unterschiedlichsten Wissenschaftsthemen statt. Es geht um die großen Fragen unserer Zeit. Etwa um die Zukunft unserer Ernährung, den Klimawandel, Infektionskrankheiten, Mensch und Maschine oder das Potenzial Künstlicher Intelligenz. Insgesamt 14 internationale Universitäten, Forschungszentren und Organisationen stellen sich im „Campus Exhibition Space“ der Öffentlichkeit vor. Auch Brain City Berlin ist mit einem Stand vor Ort dabei. 

Das Museum für Naturkunde Berlin ist nur einer von 24 Veranstaltungsorten der diesjährigen Berlin Science Week. Im vergangenen Jahr waren es noch 11 – was wiederum zeigt, wie groß das Interesse der Öffentlichkeit an der Wissenschaft inzwischen geworden ist. Die Berlin Science Week bietet „Wissenschaft zum Anfassen“. Es geht darum, zu lernen, zu diskutieren und sich auch kreativ mit Wissenschaft und Forschung auseinanderzusetzen, um ein tieferes Verständnis für unsere Welt zu entwickeln. Entsprechend offen ist die Science Week konzipiert: Die meisten der mehr als 130 Veranstaltungen sind für die Besucher*innen kostenlos zugänglich. So auch die 19 Formate, die sich speziell an Schüler*innen wenden. Interdisziplinäre Veranstaltungen wie Performances, Ausstellungen oder die beliebten Science Slams runden das Programm ab. 

© Berlin Science Week

Es geht um die Zukunftsfragen unserer Zeit

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Schirmherr der Veranstaltung, hob vor allem den verbindendenden Charakter der Berlin Science Week hervor. „In einer Stadt, die vor 30 Jahren die Teilung überwand, entsteht durch grenzüberschreitende Kooperationen ein einmaliges Potenzial für die Auseinandersetzung mit den großen Zukunftsfragen unserer Zeit“, so Müller. Die Berlin Science Week gebe der Berliner Spitzenforschung eine wunderbare Bühne und lasse sie mit internationalen Partnereinrichtungen in den Dialog treten. Und Professor Johannes Vogel, Direktor des Museums für Naturkunde Berlin, betonte die langfristige Ausrichting des Berlin Science Week Campus. Geplant sei, über den Campus in den nächsten Jahren einen Wissenschaftscampus für Natur und Gesellschaft zu entwickeln – als ein „nachhaltiger Beitrag für den Wissenschaftsstandort Berlin“.

Rund 20.000 Besucher*innen werden nach offiziellen Angaben zur vierten Berlin Science Week erwartet, die von der gemeinnützigen Falling Walls Foundation mit Unterstützung durch die Senatskanzlei Wissenschaft und Forschung und Berlin Partner koordiniert und umgesetzt wird. Wer Glück hat, kommt auf einer der vielen Veranstaltungen vielleicht sogar mit einem der 6 Nobelpreisträger ins Gespräch, die an der Berlin Science Week 2019 teilnehmen, darunter der Physiker Wolfgang Ketterle (MIT), der Wirtschaftswissenschaftler Alvin E. Roth (Stanford University) und der Mediziner Harald zur Hausen (Leopoldina). Doch Vorsicht: Im Lichthof des Museums für Naturkunde könnte das Gespräch von klapprigen Zeitzeugen belauscht werden und damit ins ewige Gedächtnis des Hauses eingehen – denn die Saurier dort sind bestimmt „ganz Ohr“.  (vdo) 

Weiterführende Informationen und Event Map

berlinscienceweek.com 

 

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